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Haarausfall in den Wechseljahren: Wachsen die Haare wieder nach? Ursachen, Symptome und wirksame Lösungen

Haarausfall in den Wechseljahren: Wachsen die Haare wieder nach? Ursachen, Symptome und wirksame Lösungen

Durch: Dr Ozmen Durmaz Kommentare: 0

Haarausfall in den Wechseljahren: Wachsen die Haare wieder nach? Ursachen, Symptome und wirksame Lösungen

Medisch gecontroleerd door: Dr. Özen Durmaz – Dermatoloog
Laatst bijgewerkt: Juni 2026
Leestijd: 15 minuten

Kurz erklärt

Viele Frauen bemerken während der Wechseljahre plötzlich dünner werdendes Haar, mehr Haare in der Bürste oder einen breiter werdenden Scheitel. Die gute Nachricht: In vielen Fällen kann sich das Haarwachstum teilweise oder sogar vollständig erholen – vorausgesetzt, die Ursache wird rechtzeitig erkannt und behandelt.

In diesem ausführlichen Leitfaden erfahren Sie:

  • Warum Haarausfall in den Wechseljahren entsteht
  • Ob die Haare wieder nachwachsen können
  • Welche Hormone beteiligt sind
  • Welche Vitamine und Nährstoffe wichtig sind
  • Welche Behandlungen wissenschaftlich untersucht wurden
  • Was Sie selbst tun können, um Ihr Haar zu unterstützen

Können die Haare nach den Wechseljahren wieder nachwachsen?

Ja, in vielen Fällen können Haare wieder nachwachsen.

Ob das Haar vollständig zurückkehrt, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Ursache des Haarausfalls
  • Dauer des Haarverlusts
  • Zustand der Haarfollikel
  • Alter
  • Ernährung
  • Hormonstatus
  • Genetische Veranlagung

Wenn die Haarfollikel noch aktiv sind und nicht dauerhaft geschädigt wurden, besteht häufig die Möglichkeit einer teilweisen oder vollständigen Regeneration.

Besonders gute Chancen bestehen bei:

  • hormonell bedingtem Haarausfall
  • Eisenmangel
  • Vitamin-D-Mangel
  • stressbedingtem Haarausfall
  • Schilddrüsenstörungen

Was sind die Wechseljahre?

Die Wechseljahre (Menopause) bezeichnen die natürliche Phase im Leben einer Frau, in der die Menstruation dauerhaft endet.

Die Menopause tritt durchschnittlich zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr auf.

In dieser Zeit verändert sich die Hormonproduktion erheblich.

Vor allem die Spiegel von:

  • Östrogen
  • Progesteron

nehmen deutlich ab.

Diese Veränderungen können Auswirkungen auf Haut, Nägel und Haare haben.


Warum verursachen die Wechseljahre Haarausfall?

Sinkender Östrogenspiegel

Östrogen unterstützt die Haarwachstumsphase.

Während der Wechseljahre sinkt der Östrogenspiegel deutlich.

Dadurch:

  • verkürzt sich die Wachstumsphase
  • Haare werden dünner
  • Haarfollikel produzieren feinere Haare
  • die Haardichte nimmt ab

Relativer Androgenüberschuss

Während Östrogen sinkt, bleibt der Einfluss männlicher Hormone (Androgene) relativ höher.

Dadurch kann es zu:

  • Ausdünnung am Oberkopf
  • breiterem Scheitel
  • vermindertem Haarvolumen

kommen.

Dieses Muster wird als weiblicher androgenetischer Haarausfall bezeichnet.


Wie sieht hormoneller Haarausfall in den Wechseljahren aus?

Typische Anzeichen:

  • breiter werdender Scheitel
  • weniger Haarvolumen
  • sichtbare Kopfhaut
  • feiner werdende Haare
  • langsameres Haarwachstum

Anders als bei Männern bleibt die vordere Haarlinie meist erhalten.


Ist Haarausfall in den Wechseljahren normal?

Ja.

Schätzungen zufolge entwickelt etwa jede zweite Frau nach den Wechseljahren eine Form von Haarverdünnung.

Dennoch sollte starker Haarausfall immer ärztlich abgeklärt werden, da häufig zusätzliche Ursachen vorliegen.


Welche Ursachen können den Haarausfall zusätzlich verstärken?

Eisenmangel

Eisen gehört zu den häufigsten Ursachen weiblichen Haarausfalls.

Mögliche Symptome:

  • Müdigkeit
  • Konzentrationsprobleme
  • brüchige Nägel
  • diffuse Haarverdünnung

Vitamin-D-Mangel

Vitamin D spielt eine wichtige Rolle für den Haarzyklus.

Studien zeigen, dass niedrige Vitamin-D-Werte häufiger bei Frauen mit Haarausfall vorkommen.


Schilddrüsenerkrankungen

Sowohl eine Unterfunktion als auch eine Überfunktion der Schilddrüse können zu Haarverlust führen.


Chronischer Stress

Stress kann die Haarfollikel vorzeitig in die Ruhephase versetzen.

Dies wird als Telogenes Effluvium bezeichnet.


Proteinmangel

Haare bestehen überwiegend aus Keratin.

Eine eiweißarme Ernährung kann die Haargesundheit negativ beeinflussen.


Welche Vitamine helfen bei Haarausfall in den Wechseljahren?

Vitamin D

Vitamin D wird häufig bei Frauen mit diffusem Haarausfall untersucht.


Biotin

Biotin trägt zu einem normalen Erhalt der Haare bei.


Vitamin B12

Ein Mangel kann die Zellteilung und damit das Haarwachstum beeinträchtigen.


Zink

Zink spielt eine wichtige Rolle bei der Zellregeneration.


Eisen

Ein niedriger Ferritinwert wird häufig mit Haarausfall in Verbindung gebracht.


Was hilft wirklich gegen Haarausfall in den Wechseljahren?

1. Die Ursache bestimmen

Der wichtigste Schritt ist die richtige Diagnose.

Empfohlen werden häufig:

  • Blutuntersuchung
  • Eisenstatus
  • Ferritin
  • Vitamin D
  • Schilddrüsenwerte
  • Hormonstatus

2. Ernährung optimieren

Eine ausgewogene Ernährung sollte enthalten:

  • Eiweiß
  • Eisen
  • Zink
  • Omega-3-Fettsäuren
  • Gemüse
  • Obst

3. Kopfhautpflege

Eine gesunde Kopfhaut unterstützt optimale Bedingungen für das Haarwachstum.


4. Wissenschaftlich untersuchte Wirkstoffe

Je nach Ursache können Dermatologen Behandlungen empfehlen.

Dazu gehören unter anderem:

  • Minoxidil
  • PRP
  • spezielle medizinische Therapien

Die Behandlung sollte immer individuell erfolgen.


Können Nahrungsergänzungsmittel helfen?

Wenn ein nachgewiesener Mangel vorliegt, können Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein.

Besonders häufig untersucht werden:

  • Biotin
  • Vitamin D
  • Eisen
  • Zink
  • Kollagen

Ohne nachgewiesenen Mangel ist ein Nutzen jedoch nicht immer belegt.


Welche Lebensmittel unterstützen gesundes Haar?

Empfehlenswerte Lebensmittel:

Für Eisen

  • Rindfleisch
  • Linsen
  • Spinat

Für Zink

  • Kürbiskerne
  • Cashewkerne
  • Haferflocken

Für Omega-3

  • Lachs
  • Makrele
  • Sardinen

Für Protein

  • Eier
  • Fisch
  • Hähnchen
  • Hülsenfrüchte

Wann sollte man einen Dermatologen aufsuchen?

Vereinbaren Sie einen Termin, wenn:

  • der Haarausfall plötzlich beginnt
  • kahle Stellen auftreten
  • die Kopfhaut sichtbar wird
  • Juckreiz oder Entzündungen bestehen
  • der Haarverlust länger als 3 Monate anhält

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wachsen die Haare nach den Wechseljahren wieder nach?

Ja. Wenn die Haarfollikel nicht dauerhaft geschädigt wurden, kann das Haar teilweise oder vollständig nachwachsen.

Ist Haarausfall in den Wechseljahren dauerhaft?

Nicht immer. Viele Frauen erleben eine Stabilisierung oder Verbesserung nach Behandlung der Ursache.

Welches Vitamin fehlt bei Haarausfall?

Häufig werden Eisen, Vitamin D, Zink und Vitamin B12 untersucht.

Kann Stress Haarausfall in den Wechseljahren verschlimmern?

Ja. Chronischer Stress kann den Haarzyklus negativ beeinflussen.

Welche Frisur ist bei dünner werdendem Haar geeignet?

Stufen, mittellange Schnitte und Volumenfrisuren können das Haar voller wirken lassen.

Hilft Kollagen gegen Haarausfall?

Kollagen wird häufig als Nahrungsergänzung verwendet. Die wissenschaftliche Datenlage entwickelt sich weiterhin.

Ist tägliches Haarewaschen schädlich?

Nein. Entscheidend sind die verwendeten Produkte und die individuelle Kopfhaut.

1. Nach dem Abschnitt "Welche Vitamine helfen bei Haarausfall?"

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Unsere Empfehlungen bei Haarausfall in den Wechseljahren

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Fazit

Haarausfall in den Wechseljahren ist weit verbreitet und häufig auf hormonelle Veränderungen zurückzuführen. Die gute Nachricht ist, dass viele Formen des Haarverlusts behandelbar sind und sich die Haardichte teilweise wieder verbessern kann. Eine frühzeitige Abklärung möglicher Ursachen wie Eisenmangel, Vitamin-D-Mangel oder Schilddrüsenstörungen ist entscheidend.

Mit einer gezielten Strategie aus Diagnose, Ernährung, Kopfhautpflege und medizinischer Betreuung können viele Frauen ihre Haargesundheit langfristig unterstützen.

Wissenschaftliche Quellen

  1. Cleveland Clinic – Menopause and Hair Loss
  2. American Academy of Dermatology (AAD) – Hair Loss in Women
  3. NHS UK – Menopause Symptoms and Hair Changes
  4. Almohanna HM et al. The Role of Vitamins and Minerals in Hair Loss. Dermatol Ther. 2019.
  5. Guo EL, Katta R. Diet and Hair Loss. Dermatol Pract Concept. 2017.
  6. Harvard Health Publishing – Hair Loss in Women.
  7. Mayo Clinic – Female Pattern Hair Loss.
  8. National Institutes of Health (NIH) – Vitamin D Fact Sheet.
  9. StatPearls – Female Pattern Hair Loss.
  10. Journal of Cosmetic Dermatology – Nutritional Support and Hair Health.
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