Bettnässen bei Kindern – Ursachen, Lösungen & hilfreiche Tipps - HerbalDrogist.com
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Wirksame Lösungen für Kinder, die ins Bett nässen (nächtliches Einnässen – Enuresis)

Wirksame Lösungen für Kinder, die ins Bett nässen (nächtliches Einnässen – Enuresis)

Wirksame Lösungen für Kinder, die ins Bett nässen (nächtliches Einnässen – Enuresis)

Bettnässen ist ein häufiges Problem, mit dem viele Familien im Kindesalter konfrontiert sind. Medizinisch wird dies als Enuresis bezeichnet und bedeutet, dass ein Kind unwillkürlich Urin verliert. Diese Situation kann sowohl für das Kind als auch für die Eltern psychisch und sozial belastend sein. Mit dem richtigen Ansatz, Geduld und geeigneten Methoden lässt sich Bettnässen jedoch in den meisten Fällen gut behandeln.

In diesem Artikel gehen wir ausführlich auf die Ursachen des Bettnässens bei Kindern, wirksame Lösungsansätze, Maßnahmen für zu Hause und den richtigen Zeitpunkt für einen Arztbesuch ein.


Was ist Bettnässen (Enuresis)?

Bettnässen bezeichnet den unwillkürlichen Urinverlust während der Nacht oder am Tag, obwohl das Kind eigentlich das Alter erreicht hat, in dem eine Blasenkontrolle zu erwarten ist.

  • Bettnässen nach dem 5. Lebensjahr gilt als behandlungsbedürftig

  • Tritt häufiger bei Jungen als bei Mädchen auf

  • Ist meist eine vorübergehende, entwicklungsbedingte Erscheinung


Formen des Bettnässens

1. Nächtliches Bettnässen (nächtliche Enuresis)

Das Kind uriniert im Schlaf, ohne es zu bemerken. Dies ist die häufigste Form.

2. Einnässen am Tag

Das Kind hat Schwierigkeiten, den Urin im Wachzustand zu halten. Dies kann mit Blasenfunktionsstörungen oder psychischen Faktoren zusammenhängen.

3. Primäre Enuresis

Das Kind war seit der Geburt nie über einen längeren Zeitraum trocken.

4. Sekundäre Enuresis

Das Kind war bereits trocken und beginnt später erneut einzunässen. Häufig stehen Stress, belastende Ereignisse oder Erkrankungen im Zusammenhang.


Warum nässen Kinder ein?

Bettnässen hat in der Regel keine einzelne Ursache. Meist spielen mehrere Faktoren zusammen.

1. Unreife Blasenfunktion

Bei manchen Kindern sind die Blasenmuskeln noch nicht vollständig entwickelt, was das Zurückhalten des Urins erschwert.

2. Tiefer Schlaf

Kinder, die sehr tief schlafen, nehmen das Signal einer vollen Blase nicht wahr und wachen nicht auf.

3. Genetische Veranlagung

Wenn ein oder beide Elternteile in der Kindheit Bettnässer waren, ist das Risiko für das Kind erhöht.

4. Hormonelle Faktoren

Das antidiuretische Hormon (ADH), das nachts die Urinproduktion reduziert, kann unzureichend gebildet werden.

5. Psychische Auslöser

  • Umzug

  • Schulwechsel

  • Geburt eines Geschwisterkindes

  • Familiäre Belastungen oder Stress

Diese Faktoren sind besonders häufig bei der sekundären Enuresis.

6. Verstopfung (Obstipation)

Ein gefüllter Darm kann Druck auf die Blase ausüben und die Kontrolle über den Urin erschweren.

7. Harnwegsinfektionen

Treten zusätzlich Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen auf, ist eine ärztliche Abklärung notwendig.


Maßnahmen, die zu Hause helfen können

1. Flüssigkeitszufuhr steuern

  • Tagsüber ausreichend trinken

  • Abends, insbesondere 2 Stunden vor dem Schlafengehen, die Trinkmenge reduzieren

2. Regelmäßige Toilettengewohnheiten

  • Unbedingt vor dem Zubettgehen die Toilette aufsuchen

  • Regelmäßige Toilettenzeiten tagsüber fördern

3. Nächtliches Wecken

  • Eltern können das Kind nachts zu festen Zeiten sanft wecken und zur Toilette begleiten

  • Diese Methode ist eine vorübergehende Unterstützung und keine dauerhafte Lösung

4. Verstopfung vermeiden

  • Ballaststoffreiche Ernährung

  • Viel Obst und Gemüse

  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr

Obstipation kann das Bettnässen deutlich verstärken.

5. Blasentraining

  • Tagsüber lernen, den Urin etwas länger zurückzuhalten

  • Die Blasenkapazität schrittweise erhöhen

Diese Übungen sollten idealerweise unter Anleitung eines Arztes oder Therapeuten erfolgen.


Wie sollten Eltern reagieren?

Die Haltung der Eltern ist entscheidend für den Umgang mit Bettnässen.

  • Das Kind niemals bestrafen

  • Nicht beschämen oder bloßstellen

  • Keine Vergleiche mit anderen Kindern ziehen

  • Dem Kind vermitteln, dass es keine Schuld trägt

  • Jede noch so kleine Verbesserung loben

Bettnässen ist keine absichtliche Handlung des Kindes.


Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

Eine ärztliche Abklärung ist ratsam, wenn:

  • Das Bettnässen über das 6.–7. Lebensjahr hinaus anhält

  • Das Kind zuvor trocken war und erneut einnässt

  • Zusätzlich tagsüber Urinverlust auftritt

  • Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen bestehen

  • Häufig Harnwegsinfektionen auftreten

Der Arzt kann bei Bedarf Urinuntersuchungen, Ultraschall oder hormonelle Tests veranlassen.


Behandlungsmöglichkeiten

Unter ärztlicher Begleitung kommen folgende Therapien infrage:

  • Verhaltenstherapie

  • Enuresis-Alarm (Bettnässalarm)

  • Medikamentöse Behandlung (nur bei medizinischer Notwendigkeit)

Medikamente gelten in der Regel als letzte Behandlungsoption.


Wann hört Bettnässen auf?

Bei den meisten Kindern verschwindet Bettnässen:

  • Mit zunehmendem Alter

  • Mit der Reifung von Nervensystem und Blasenfunktion

  • Durch gezielte Unterstützung und Geduld

Ein verständnisvoller und positiver Umgang ist dabei besonders wichtig.


Fazit

Bettnässen bei Kindern ist kein Grund zur Scham und sollte nicht tabuisiert werden. Mit fundierter Information, einer ruhigen und unterstützenden Haltung sowie gegebenenfalls professioneller Hilfe lässt sich das Problem in den meisten Fällen erfolgreich bewältigen. Entscheidend ist, dass sich das Kind sicher, verstanden und unterstützt fühlt.

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